Niederösterreich hat gewählt

Neue Mitglieder für unsere Gremien

Alle drei Jahre werden in der Evangelischen Jugend die Gremien neu gewählt. Auch in Niederösterreich war das der Fall. Am 18.4. trafen sich die Vertreter*innen von 16 Pfarrgemeinden zum Diözesanjugendrat (DJR) in Wiener Neustadt, um ihre Außenvertretung zu wählen. Timo Knoll aus Purkersdorf wurde als Vorsitzender bestätigt und Elke Töglhofer aus Korneuburg ist weiterhin seine Stellvertreterin. Sie sind qua Amt auch Vorsitzende der Diözesan-Jugend-Leitung (DJL). Samuel Lechner aus Wiener Neustadt und Jan Stöß aus St. Pölten wurden ebenfalls wieder in die DJL gewählt. Neu in diesem Gremium ist Carola Pomilia aus Mödling.

Darüber hinaus darf der DJR Vertreter*innen in den Jugend-Rat für Österreich (JuRÖ) und in die Supversammlung für Niederösterreich entsenden. Im JuRÖ wird die EJ NÖ durch Jan Stöß (St. Pölten) und Katharina Hodirnau (Klosterneuburg) vertreten sein. An den Sitzungen der Supversammlung nimmt Elke Jurkowitsch-Steidl teil. Jugendpfarrerin Anne-Sofie Neumann gehört allen Gremien von Amts wegen an.


MiAu PRO

Jugendarbeit für Fortgeschrittene

Stell dir vor, du willst gerne einen Jugendclub gründen, aber es kommt keiner und außerdem weißt du gar nicht so genau, worauf du achten musst, wenn du Leiter*in bist. Stell dir vor, du sollst eine Andacht vorbereiten, aber du weißt nicht genau, wie das geht. Stell dir vor, Jugendarbeit soll vor allem im Freien sein, aber du hast keine Idee, was ihr draußen machen könntet. Um die Jugendmitarbeiter*innen der EJ Niederösterreich und der EJ Steiermark auf solche Situationen vorzubereiteten, haben wir als Kooperationsprojekt die MiAu PRO (Mitarbeiter*innen-Ausbildung für Fortgeschrittene) in Langenwang veranstaltet. Es war toll, sich „in echt“ zu sehen, sich kennenzulernen und auszutauschen und voneinander zu lernen. Die 19 Teilnehmer*innen aus 7 verschiedenen Pfarrgemeinden hatten eine gute Zeit und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln.


DIyoungKONIE TimeSharing

Ein jugenddiakonisches Projekt

Stell dir vor, du bist über 80, schlecht zu Fuß und deine Freunde und Freundinnen sind das auch. Ihr trefft euch manchmal im Seniorenkreis oder im Gottesdienst und ab und zu kommt ein etwas jüngerer Mensch vorbei, um dich zu besuchen und ein bisschen mit dir zu plaudern. Und dann kommt da so ein Virus, der vor allem für dich und deine Freund*innen gefährlich ist, und du solltest jetzt nicht mehr unter Leute gehen, eigentlich auch nicht in die Kirche und die nette Dame, die dich manchmal besucht hat, darf auch nicht mehr kommen, denn sie ist auch gefährdet.

So oder so ähnlich geht es vielen Menschen, die von sogenannten Besuchsdiensten ihrer Gemeinden betreut werden. Das sind oft ältere Damen die Leute besuchen, die nicht mehr selbst in die Kirche kommen können, vielleicht keine oder weit entfernte Verwandten haben und sonst ziemlich einsam wären. Durch Corona zählen diese Besucher*innen plötzlich selbst zur Risikogruppe. Daher hatten wir die Idee, Jugendliche und junge Erwachsene dafür zu gewinnen, diese einsamen Menschen zu besuchen.

Damit niemand ins kalte Wasser gestoßen wird, haben wir ein umfassendes Projekt begonnen. Wir, das sind Supkuratorin Gisela Malekpour (ARGE Diakonie Niederösterreich), Markus Lintner, Anne Tikkanen-Lippl und Leonhard Jungwirth aus Mödling und Anne Neumann (EJNÖ).

Am Ende entstand TimeSharing als erstes Angebot der ARGE Diakonie NÖ, der EJNÖ und der DIyoungKONIE der Pfarrgemeinde Mödling. In Webinaren werden junge Menschen für Besuche bei Hochbetagten geschult. Auch die Grundregeln und Benefits solcher Besuche werden hier vermittelt. Anschließend besuchen die Teilnehmer*innen Menschen in ihrem Ort. Die Koordination davon übernehmen die Diakoniebeauftragten, die es in jeder Pfarrgemeinde gibt.

Da der erste Schulungstermin sehr gut angekommen ist, wird es am 6. November um 17:00 Uhr ein weiteres Webinar geben. Es besteht auch die Möglichkeit, das Projekt auf ganz Österreich auszuweiten oder andere Diözesen beim Aufbau von DIyoungKONIE-Projekten zu unterstützen.


Online Konfi-Tag 2020

Wo begegnet uns Jesus?

Schon lange stand der Termin für den Konfi-Tag SÜD in Wr. Neustadt fest: 25. April 2020. Aber dann kam alles anders. Die ersten Corona-Lock-Down-Maßnahmen der Regierung traten in der Woche vor dem Konfi-Tag WEST (14.3. St. Pölten) in Kraft und bald wurde uns klar: Der Konfi-Tag kann nicht wie geplant stattfinden, sondern muss verlegt werden. Am besten ins Netz. Spontan stampften wir einen Online-Konfi-Tag auf unserem Instagram-Account (@ej.noe) aus dem Boden (man kann ihn noch in den Story-Highlights ansehen).

Für den zweiten online-Konfitag nahmen wir uns etwas mehr Zeit zum Vorbereiten. Es bildete sich ein Team für die Planung: Anne, Elke, Jan, Jörg, Manu, Raphael, Samuel und Timo. Die Videobeiträge konnten über die Homepage angesehen, werden. Die Workshops und das Werwolf-Spiel am Abend fanden via Discord statt.

Bei einem gemeinsamen Foto-Projekt wurde von den Konfis außerdem Psalm 23 mit Mundschutz-Masken dargestellt und im YouTube-Abschlussgottesdienst präsentiert. Das wird uns diese besondere Zeit noch lange in Erinnerung halten.


Neue Jugendpfarrerin für Niederösterreich

Amtseinführung von Anne-Sofie Neumann

Am 20. Oktober wurde Anne-Sofie Neumann durch Superintendent Lars Müller-Marienburg als neue Diözesanjugendpfarrerin für Niederösterreichfeierlich ins Amt eingeführt. In einem feierlichen Gottesdienst in St. Pölten wurde zuerst der ehemalige Jugendpfarrer Michael Simmer entpflichtet – er ist seit September Fachinspektor für höhere Schulen in Niederösterreich. Anschließend wurde Anne von verschiedenen Vertreter*innen aus ganz Österreich für ihr Amt gesegnet.

Als Leitspruch für den Gottesdienst hat sich die gebürtige Oberösterreicherin einen Vers aus Psalm 16 ausgesucht: „Du zeigst mir den Weg des Lebens. Bei dir ist Freude in Fülle.“ Dazu hat sie auch die Predigt gehalten und eine Parallele zum Märchen des „Hans im Glück“ gezogen. Dieser tauscht auf seinem Lebensweg immer wieder seinen Besitz gegen etwas ein, das ganz offensichtlich weniger wert als das vorherige ist: einen Goldklumpen gegen ein Pferd, ein Schwein gegen eine Gans. Und obwohl Hans am Ende mit leeren Händen dasteht, ist er glücklich. Denn am Ende kehrt er zu seiner Mutter zurück, die in der Geschichte symbolisch für Gott steht. Jeder Gegenstand, den Hans besitzt, steht für eine Lebensphase des Menschen: Der Goldklumpen symbolisiert das Potential der Kindheit, das Pferd die Zeit des jugendlichen Sturm-und-Drang, die Kuh ist das verantwortungsbewusste Erwachsenenalter, das Schwein die Midlife-Crisis, die Ganz die Zeit des Alters und der Wetzstein der nahende Tod. In jeder Lebensphase geht es darum, an der persönlichen Gottesbeziehung zu arbeiten.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Landeskantorin Sybille von Both an der Orgel und dem Chor E(!)CHO aus Leitzersdorf unter der Leitung von Sigrid Pacher.

Es war ein wunderschönes Fest mit vielen wertvollen Begegnungen und wieder einmal hat die EJNÖ bewiesen, dass sie so einiges auf die Beine stellen können, wenn alle zusammenhelfen. Die neue Jugendpfarrerin sagte nach der Feier: „Ich bin unheimlich dankbar für die vielen fleißigen Hände, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben!“

„Es bleibt alles anders“

Stell’ dir vor es ist Konfitag und fast alle gehen hin! Auch wenn das Leben (angeblich) immer stressiger wird und alles so dicht ist, Zeit für die Konfi-Tage in Krems und Wr. Neustadt nehmen sich rund 300 Konfirmandinnen und Konfirmanden und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und da heuer die beiden Veranstaltungen nicht am gleichen Tag stattfanden, konnte die EJNÖ auch bei beiden dabei sein.

Zuerst fand am 13. April der „große“ (200 Konfis) und „alte“ (6. oder doch schon die 7. Ausgabe?) Konfitag der Region Süd in Wr. Neustadt statt. Das Programm, ein Klassiker: Bewegt-bewegende Einstimmung in der Kirche, dann das Workshop-Programm von der Spitze des Kirchturms (Abseilen) bis zum letzten Winkel des riesigen Gemeindeareals, u.a. mit „den besten Kurzfilmen der Welt“, Spielen, Bogenschießen und dem Mitarbeiterinnenworkshop mit Lars Müller-Marienburg. Der Tag endete mit dem Jugendgottesdienst und dem großen Bratwurstessen im Garten.

 

Am 5. Mai fand dann der Konfitag Krems der EJNÖ statt. Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist zwar geringer, die Anfahrtszeiten dafür um einiges länger als in der Region Süd. Wer den Award für die längste Anreise bekommt, ist noch nicht ganz klar, Korneuburg und Mitterbach sind sicherlich im Spitzenfeld, Amstetten und Waidhofen/Y liegen auch nicht gerade um die Ecke. Die mühsamste Anreise hatten Purkersdorfer, die leider einen Anschlusszug verpassten.

Umso mehr hat es sich bewährt, dass der Konfitag seit dem letzten Jahr einen ganzen Tag dauert und die Workshops zeitlich verlängert wurden. Jeder und jede kann sich im Vorfeld für zwei Workshops entscheiden, Inhaltlich geht es u.a. um die Auseinandersetzung mit Gefängnisseelsorge und LGBT, die Analyse und Diskussion von Kurzfilmen, Kooperationsspiele und Kreativworkshops. Und zum Abschluss folgt die legendäre Konfi-Paradeiser-Predigt im Jugendgottesdienst.

Wo zwei oder dreihundert in meinem Namen zusammen

Der Frühling ist in Niederösterreich zur Konfi-Tag-Zeit geworden und das ist gut so. In dieser Phase nähert sich die Konfirmandenzeit dem Ende zu. Mit den beiden Veranstaltungen können (fast) alle Konfis noch einmal an einer großen, gemeinsamen, evangelischen Veranstaltung teilnehmen. Einer Veranstaltung die - nach bestem Bemühen - ganz auf ihr Alter, ihre Bedürfnisse und ihre Interessen zugeschnitten ist – und das ist ja keine Selbstverständlichkeit.

Herzlichen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!


„Holt’s noch ein paar Sesseln rein!“ - DJR März 2018

Am 10. März fand in St.Pölten die konstituierende Sitzung des neuen Diözesanjugendrats (DJR) statt.
Superintendent Lars Müller-Marienburg- selbst ehemaliges DJL-Mitglied in Salzburg/Tirol- lud die neuen Delegierten in die Amtsräume der Superintendenz ein. Dass bei einer DJR –Sitzung einmal der Platz zu eng und die Sessel zu wenig werden würden, hätte vor einiger Zeit auch niemand geglaubt...

Zum Vorsitzenden wurde erneut Michael Komuczky, angehender Rechtsanwalt aus Wr. Neustadt, gewählt, zu seiner Stellvertreterin Elke Töglhofer, Studentin aus Korneuburg. Das Gremium wählte darüber hinaus Manuela Paschinger, ebenfalls Korneuburg, Timo Knoll, St.Pölten und Katharina Lechner, Wr. Neustadt als weitere Mitglieder in die Diözesanjugendleitung. Pfarrer Michael Simmer ist von Amts wegen Mitglied, Veronika Komuczky weiterhin Abgesandte aus dem Sup-Ausschuss in die DJL.

Neben den (alle drei Jahre stattfindenden) Gremienwahlen bestimmt der DJR über den Rechnungsabschluss und den Budgetvorschlag 2018 und erfreut sich am Jahresbericht der Jugendleitung. Wer den Bericht der Tätigkeiten nicht kennt, findet ihn auf unserer Homepage – oder weiß dank der Lektüre unserer Seiten in der Jungen Gemeinde sowieso Bescheid.

Der DJR ist auf Jugendebene das Äquivalent zur Gemeindevertretung, die DJL das „Jugendpresbyterium“ für NÖ. Die Delegierten werden für drei Jahre gewählt und gestalten, vertreten und unterstützen die (überregionale) Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in NÖ.